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Das ideale Raumklima

Menschen verbringen immer mehr Zeit in Gebäuden. Die Umweltbedingungen in Innenräumen haben deshalb einen entscheidenden Einfluß auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Materialien bzw. Techniken, die beim Bauen, Renovieren und Einrichten verwendet werden
sind entscheidend für das Raumklima in den eigenen vier Wänden. z.B. Allergien, Kopfschmerzen, Atemwegserkrankungen und nervöse Störungen können dadurch ausgelöst werden.
Das Erkennen und vermeiden Gesundheitsbelastender Einflüsse in Gebäuden und das Gewährleisten einer möglichst natürlichen Lebensgrundlage in unserer allernächsten Umwelt
in den eigenen vier Wänden und am Arbeitsplatz ist die Aufgabe der Baubiologie.
Das Wärmeempfinden eines Menschen ist von verschiedenen Einflüssen abhängig:
Äussere Faktoren wie Lufttemperatur, Feuchtigkeit, Luftbewegung, Temperatur von Fenstern, Böden, Wänden, Decken spielen eine wichtige Rolle. Aber auch die ausgeübte Tätigkeit, Kleidung,
Gesundheitszustand, Alter und Zufriedenheit wirken sich auf das empfinden des Raumklimas aus.
In Untersuchungen hat man herausgefunden, dass es das für alle gültige ideale Raumklima nicht gibt, da wir individuell auf die Umstände reagieren.
Ideal ist aber immer ein wohngiftfreies Raumklima.




Giftige Ausdünstungen aus Baustoffen

beeinflussen das Raumklima



Holzverkleidungen, Möbeln, Teppichen, Leder, Textilien, Lacken Imprägnierungen Farben etc.
verursachen ein giftiges Raumklima. Im Alltag kommt der Bewohner eines Industriestaates
mit ca. 50000 Gebrauchschemikalien, 1500 Pflanzenschutzmitteln und 3000 Konservierungsstoffen in Kontakt. Schadstoffe können zu außergewöhnlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Typische Beschwerden sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Reizbarkeit und Depressionen,
Allergien und Schleimhaut-reizungen, migräneartige Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen.
Die meisten Wohngifte haben ein breites toxisches Wirkungsspektrum und die Symptome
können sich individuell verschieden auswirken.

Dispersionsfarben für Innenräume
haben sich am Markt durchgesetzt

und gelten als umweltfreundlich. Diese Wandfarben können jedoch wegen ihres Wassergehalts
einen idealen Nährboden für Mikroorganismen bilden. Um einem möglichen Schimmelbefall vorzubeugen,
werden den Farben Konservierungsmittel beigegeben. Das Umweltbundesamt (UBA) hat die Emissionen solcher Konservierungsstoffe in die Innenraumluft untersucht.Ergebnis: Die gemessenen Konzentrationen der in Farben verarbeiteten Wirkstoffe – vor allem Isothiazolinone – können bei sensibilisierten Menschen
zu akuten Hautekzemen führen.Weitere Konservierungsmittel in Wandfarben waren so genannte Formaldehydabspalter. Die Ergebnisse zeigen das bei der Verarbeitung der Farben
die Formaldehyd oder Formaldehydabspalter enthalten sowohl während der Malerarbeiten
als auch bis zu zwei Wochen später mit Formaldehyd in der Raumluft gerechnet werden muss
dies kann zu Schleimhautreizungen besonders an den Augen führen.Bei Farben mit M.I.T. und C.I.T. wurden in den ersten Tagen nach dem Anstreichen gesundheitlich bedenkliche Konzentrationen festgestellt M.I.T. und C.I.T. sind stark haut- und schleimhautreizend und gehören zu den bedeutendsten Kontaktallergenen sie können bei sensibilisierten Personen selbst durch
einen Kontakt über die Luft Hautekzeme auslösen.

Es ist indes möglich, den Konservierungsmittel-Gehalt in Dispersionsfarben zum Schutze der Verbraucher zu reduzieren. Dies fängt bei der Auswahl qualitativ hochwertiger Rohstoffe an
und reicht über deren ordnungsgemäße Aufbewahrung bis hin zum Herstellungsprozess.
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